Die Herde
  • Artemis
  • Artus
  • Eddy
  • Vertina
  • Pino
  • Toni
  • Poldi
  • Delan
  • Rosi
  • Gina
  • Puschel
  • Paloma
  • Mori
  • Mausi
  • Pebbels
  • Sixta
  • Hawky

Die Herde

Unsere Pferde leben in einem natürlichen Herdenverband. Die Stuten und Wallache stehen zusammen. Hier unsere Stammherde. Diese Pferde stehen sehr lange zusammen und geben den anderen Sicherheit und Ruhe. Wir beschreiben Sie nach der Rangordnung, die immer wieder wichtig ist, wenn es um artgerechte Pferdehaltung geht. Jeder hat seine Aufgaben innerhalb dieser Rangordnung und jedes Pferd muss wissen in welcher Position es steht. Nur dann gibt es ein harmonisches Miteinander. Wir sind immer wieder fasziniert, dass es dabei nicht um Konkurrenzkampf oder böse Anfeindungen geht, wie es bei uns Menschen der Fall wäre. Die Pferde machen das ganz spielerisch, bewegen einander und studieren so die Vorzüge des Herdenmitglieds, aber auch die Schwächen. Selbstverständlich bleibt manchmal ein Kräftemessen nicht aus, die Pferde sind nicht gerade zimperlich miteinander… Auch wird die Rangordnung immer wieder mal ausgetestet, aber alles zum Wohle des Ganzen. Wenn ein neues Herdenmitglied dazu kommt, wird immer wieder neu geschaut, ob jeder noch seiner Aufgaben gerecht wird. Besonders die rangniederen Tiere sehen eine große Chance aufzusteigen und sind besonders engagiert, trotzdem kann das rangniedrigste Pferd mit dem Ranghöchsten eine wunderbare Freundschaft pflegen. Ohne Groll und Neid wie schön, oder?

Unsere Herde ist unnatürlich, natürlich. Das heißt, in der Natur finden sich ja um den Leithengst und die Leitstute mehr oder weniger nur die Familienangehörigen. Es wird sicher mal die eine oder andere Stute aufgenommen, um die gesunden Nachfahren zu sichern. Das bedeutet, es sind allen mehr oder weniger von der gleichen Art.

Bei uns hat da schon die Zivilisation eingesetzt und multikulti ist angesagt. Pferderassen, die sich möglicherweise nie begegnet wären sind zusammengewachsen zu einer netten toleranten Pferdefamilie. Wie eine Pferdeherde miteinander umgeht, ist immer den Leittieren zu verdanken. An dieser Stelle bedanken wir uns, bei unseren beiden wunderbaren Pferden Artus und Artemis. Mit deren Vorstellung wir nun auch endlich zur Herde gelangen:

Artemis

Friesenmix Stute
Artemis, genannt „ Missy“ sie ist erst fünf Jahre, aber die absolute Instanz in der Herde. Sie weiß genau was sie will und setzt das durch. Dabei ist sie sensibel und absolut gutmütig. Als Fels in der Brandung könnte man sie bezeichnen. Wildes Rumgerenne mag sie gar nicht. Sie ist freundlich, teilt sogar ihr Heu, jeder der sich freundlich nährt darf bei ihr mit fressen. Sie hat alles im Blick und alles im Griff. Um mit Ihr zu arbeiten müssen wir sehr klar sein und richtig Persönlichkeit zeigen, sonst übernimmt sie die Führung. Als Reitpferd ist sie unsere große barocke Dressurhoffnung. Ihre Bewegungen sind kraftvoll und teilweise auch schon fließend, aber wir stehen noch sehr am Anfang.
Durch ihr Leitstutenverhalten ist sie immer mehr auf die Herde und das Rundum konzentriert als auf den Reiter.
Sicher eine Lektion, die sie noch lernen muss, die Führung auch mal an den nächst Niedrigeren abzugeben….

Artus genannt Arti(g)

Tinker, Wallach
Artus, genannt Arti(g) ist unser 12 Jahre alter Leithengst. Er ist Gentlemen und guter Papi von allen. Seine 148 cm Stockmaß sind pure Präsenz. Er lässt sich nicht von den Großen auf der Nase rumtanzen, ist aber tolerant und greift nur ein, wenn es ihm zu bunt wird. Er frisst gern in Gesellschaft meist stehen die ganzen kleinen Ponys mit ihm am Heubottich und frühstücken mit ihm. Mit den Großen ist er klar und bestimmt, nie fies. Er hält die Herde zusammen, spielt mit den Kleinen ( Jungwallachen) , döst mit anderen gemeinsam in der Mittagssonne… ein richtiger „ Familienmensch“. Als Reitpferd ist er eine Herausforderung. Seine schwungvollen Bewegungen, machen es fast unmöglich ihn im Trab auszusitzen. Aber er hat Takt und Feingefühl wenn er verstanden hat worum es geht, kann man ihn ohne Zügel reiten. Jede neue Aufgabe findet er toll, langweilige Schrittarbeit macht er sich selbst interessant spielt ein bisschen mit dem Sattel oder baut tolle Schritte ein, die gar nicht gefragt sind. Er „schaut“ den Menschen direkt ins Herz. Einer der „ lesen und schreiben „ kann, dabei sehr einfühlsam. Im Gelände ist er eine Lebensversicherung, fürchtet sich zwar vor einigen Dingen, wird dann aber ganz groß und bleibt schlimmsten Falls stehen. Oft dient er als Stopper, wenn andere Pferde nicht anhalten wollen, lässt er sie einfach auflaufen. ER ist ein Geschenk des Himmels, ein Juwel, wir sind dankbar für jeden Tag, den wir mit ihm verbringen können.
Mr.Ed 22 genannt Eddy
Altbrandenburger, Wallach Eddy ist der Größte mit 174 cm und mit 18 Jahren ein etwas älterer Herr, jedenfalls sollte er das sein. Als ehemaliges Springturnierpferd hatte er sich schlimme Verletzungen zugezogen und stand einige Jahre, vermutlich mit schlimmen Schmerzen auf einer Weide als Gnadenbrotpferd. Durch viele merkwürdige Zufälle hat er den Weg in unsere Herde gefunden. Wir haben ihm zugehört und ihm geholfen. Unser Netzwerk von Spezialisten ( Reiki, Osteopathie, Rolfing, Hufschmied und Physiotherapie) hat Hand in Hand gearbeitet um ihm wieder ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Damals als er zu uns kam, war die Herde nicht einmal mit ihm über die Weise gerannt, weil alle sofort wussten, „der kann gar nicht laufen“ ER freundete sich mit unserer ältesten Stute an. Die beiden wurden unzertrennlich. Heute ist er der 2. Chef. Er hat sein Alter und seine Verletzungen von damals völlig vergessen und macht auf „ Jungwallach“. Als Reitpferd wird er in Dressur weitergebildet. Er hat Spaß an neuen Aufgaben. Fordert viel Aufmerksamkeit. Seine Bewegungen sind schwungvoll und inzwischen auch taktrein. ER ist sehr rittig und auch von Anfängern zu händeln, wenn man ihm gegenüber die nötige Konzentration entgegenbringt. Springen mag er gar nicht mehr. Das muß er aber auch nicht. Dafür hat er viel Spaß an Zirkuslektionen und die Herausforderungen auf unserem Pferdespielplatz. Er ist ein ganz tolles Pferd, für sein Alter einfach jung geblieben und wir wünschen uns noch viele Jahre Spaß mit ihm.
Vernita ( genannt Vera) Stute
Fjord Haflinger Mix Unsere liebe dickköpfige Omi der Herde ist schon 25 Jahre alt. Sie ist viele Jahre auf Turnieren erfolgreich gewesen und kam zu uns, weil sie in einer 3er Stuten „herde“ nicht tragbar war. Altersentsprechend hat sie ihre Wehwehchen, trotz allem ist sie aber voll dabei. Gerade wenn es um das Fressen geht, kennt sie keine Schwächen und holt sich was sie braucht. Sonst lebt sie nach der Devise leben und leben lassen, sie hat ein Urmutterinstinkt und sorgt sich rührend um unsere Miniherdenmitglieder. Sie war Eddys beste Freundin. Nun schaut er typisch Mann, erst einmal ob er bei den Jüngeren landen kann. Vera aber auch. Sie hat sich unseren schmucken Jungwallach Piramos geangelt und flirtet nach Lust und Laune. Im Rang der gesamten Herde ist sie eher rangniedrig. Aber zur Stammherde steht sie schon auf dem richtigen Platz. Als Reitpferd hat sie noch immer Spaß an der Arbeit mit den Kindern auf unserm Hof. Unermüdlich zieht sie ihre Runden an der Longe und passt dabei so auf die Kleinen auf, wenn eines der Kinder wackelt auf Ihrem Rücken, bleibt sie sofort stehen. So rücksichtsvoll und lieb sie mit den Kleinen ist, so stur und ignorant kann sie mit den Größeren sein. Im Gelände kann es passieren, dass sie umdreht und wie ein Uhrwerk nach Hause läuft, wenn sie keine Lust mehr hat. Dabei achtet sie auf den Straßenverkehr und benimmt sich auch sonst vorbildlich, aber sie zu überzeugen umzudrehen und weiter in den Wald zu reiten, kostet Kraft und viel, viel Überzeugungskunst. Wir hoffen unser Urgestein bleibt uns noch lange in aller Härte und Liebe erhalten.
Priamos genannt Pino
Welsh Cob Mix seit kurzem Wallach Priamos ist der neuste Zugang in unserer Stammherde, klein aber oho ist sein Motto. Er fühlt sich noch sehr als Hengst wurde erst vor wenigen Monaten gelegt und scharrt die älteren Damen um sich. Er hat eben Charme, das muß man schon sagen. Obwohl erst 2 ½ Jahre alt, verteidigt er seinen Schatz ( Vera) furchtlos vor den größeren Wallachen. Wenn er im Imponiergehabe über das Paddock trabt, lässt er ahnen, welch ein Dressurtalent in ihm steckt. Schade, dass seine Rasse nicht mehr als 130 cm Stockmaß hergibt. Aber so kann er ein wahrer Teenietraum werden. Im Umgang ist er sehr lieb. Er lässt sich putzen, gibt brav die Hufe und lässt sich auch gut führen. Einige male haben wir schon das Longieren geübt und ihm die Dualaktivierung ( nach Geitner) gezeigt. Er ist leistungswillig und neugierig eine wahre Freude mit ihm zu arbeiten. Wenn wir im nächsten Winter beginnen ihn anzureiten, braucht er noch eine nette Reitpartnerschaft. Wir als Erwachsene sind sicher zu schwer und zu groß für ihn.

Toni
Shetty Isimix Wallach Der Toni steht von Anfang an mit in der Herde. Er war sehr bissig als er zu uns kam. Heute Ist das kaum noch ein Thema. In der Herde ist er so etwas wie der Portier. Jedes neue Pferd wird von ihm persönlich mit den herdischen Gepflogenheiten vertraut gemacht. Er zeigt wie weitläufig das Areal ist, welche Ecken besonders gemütlich sind, wo das Wasser ist, welche Ecken der Toilette dienen und letztlich macht er alle miteinander bekannt. Er würde soooo gern bester Freund sein, aber die meisten suchen sich dann doch jemand anderen. Darum versucht er dann immer mit ihnen zu spielen mit seinen 6 Jahren spielt es sich auch noch prima. Manchmal macht auch der eine oder andere mit und im Notfall macht Papa Artus dann mal ne Runde mit. Als Reitpferd hat Toni so seine Tricks, wie man sich vor Überforderung , Langeweile oder unaufmerksamen Reitern schützt. Wenn er auch sonst super brav ist, unvermittelt kommt es ihm in den Sinn mal ein paar Runden zu rennen. Das macht den kleinen Reitern Angst. Allerdings weiß er auch genau, mit wem er das machen kann und mit wem nicht. Sonst wäre er ein wahres Traumpony. Eine Topfigur mit guter Halsung. Seine Bewegungen sind für seine Rasse spektakulär und er ist ein wahres Springwunder. Springen ist überhaupt seine Leidenschaft. Wenn er allein auf dem Platz ist und es steht ein Sprung dort, fängt er von selbst an zu galoppieren und springt immer wieder drüber weg. Für Toni würden wir uns auch freuen, wenn wir einen zierlichen erfahrenen Reiter finden würden, der Ihn wirklich fordert und fördert. Er wäre sicher glücklich darüber.
Leopold genannt Poldi
Lewitzer Isi Mix Wallach Unser Poldi ist der Jüngste mit seinen 1 ¾ Jahren. Er wirkt immer noch wie ein ganz kleines Fohlen und ist eigentlich nur süß. Leider war er als Fohlen schon sehr krank und hat dann in seiner wilden Hengstzeit ordentlich was abbekommen. Sein Becken ist total verschoben, vermutlich durch einen schlimmen Schlag. Wir sind dabei ihm mit verschiedenen Therapien zu helfen, wissen aber noch nicht, ob er jemals ein Reitpferd wird. Durch seine körperlichen Probleme hat er auch in der Herde nichts zu sagen, ist aber überall gern gesehen. Er möchte am liebsten immer nur auf den Arm. Und wenn man ihn sieht und erlebt, möchte man ihm diesen Wunsch auch erfüllen. Er ist ein großes Baby zur Zeit misst er ca 130 cm Stockmaß. Man muß ihn einfach lieb haben er öffnet allen das Herz. Und das ist doch eine große Leistung, oder? Bis es soweit ist ihn zum Reiten zu trainieren, ist ja auch noch jede Menge zeit. Wir glauben, dass er bis dahin ganz fit ist. Und dann möchte er ein tolles Showpferd werden, sagt er. Soweit unsere feste Herde. Nun kommen Einstellpferde, die zur Zeit unsere Herde ergänzen, oder besser bereichern.
Delan
Trakener Wallach Delan wird auch liebevoll Flauschipony genannt und ist mit 6 Jahren und über 170 cm Stockmaß unser Riesenbaby. Er ist ganz Trakener sehr auf seine Menschen bezogen. Er steht nun beinahe 1 Jahr bei uns und hat sich inzwischen gut eingewöhnt. ( Das dauerte bei ihm etwas länger). Er ist freundlich, charmant und manchmal sogar witzig, denn er hält seiner Angebeteten ( Rosi) mit den Zähnen den Heubottich hin, damit diese fressen kann. In der Herde ist er derjenige, der gern mal etwas Stimmung macht, ein Wenig umherhirscht, weil ihm was nicht geheuer ist. Das reißt doch alle aus der Lethargie und die Leittiere kommen nicht aus der Übung die Truppe im Griff zu behalten. Während Arti und Missy sich dann mit Delans Gespenstern auseinander setzen, steht er erwartungsvoll da und versteht nicht warum keiner mit ihm zittern will, tut dann aber cool, ganz nach dem Motto „na ja, wollt ja nur mal sehen was passiert wenn ich Feuer schreie“ In der Rangordnung ist er in der Mitte, da hat er die meiste Sicherheit. Als Reitpferd ist er ein Dressurtalent, das noch ein Wenig wachgeküßt werden muß. ER wird zur Zeit angeritten. Auch an der Dualaktivierung hat er viel Spaß und kann so spielerisch Muskeln aufbauen. Das kommt ihm sehr entgegen. Er gehört zu den Pferden, die man nur durch Motivation, Freundschaft und Geduld zum Ziel bringt. Gut, das sein Besitzer ihm all das bietet. Schön wenn beide noch lange bei uns bleiben.
Rose genannt Rosi
Hannoveraner Stute Unsere Rosi ist 14 Jahre alt und hat, bis sie zu uns kam, überwiegend in der Box gestanden, natürlich war sie ein Turnierpferd. Die Vorbesitzer waren oft auf Springturnieren mit ihr insofern gab es sicher reichlich Training. Ein paar Stunden am Tag durfte Rose dann auch mit einem anderen Pferd auf s Paddock. Eine richtige Herde kannte sie nicht. So war sie in der ersten Zeit sehr verunsichert mit den vielen anderen Pferden. Ganz unheimlich waren ihr die flinken kleinen Ponys. Sie war sehr dünn und zart für ein Springpferd, es schienen auch die rechten Muskeln zu fehlen, kaum Halsung und der Rücken war steif. Die Herde respektierte ihre Unsicherheit und ließ ihr Zeit sich einzugewöhnen. Artus hielt ihr die aufdringlichen Kerle vom Hals und sorgte immer wieder dafür, dass sie zur Ruhe kam. In der Herde steht sie mit Delan in der Mitte der Rangfolge. Die beiden haben sich auch angefreundet stehen häufig zusammen und kraulen sich. Nur fressen möchte die Dame bitte allein, wenn auch das Heu gereicht wird, geteilt wird nicht!
Auch Rosi war ein Fall für unser Expertenteam. Nachdem Hufschmied, Osteophat und Zahnarzt sie behandelt hatten, wir ihre Ernährung und das Training auf ihre Bedürfnisse abgestimmt hatten, wurde sie plötzlich ein ganz anderes Pferd. Heute ist sie selbstbewusst. Hat einen guten Ansatz Halsmuskulatur aufzubauen und ihr Rücken kann mit einem neuen gut angepassten Sattel, wieder einen Reiter tragen ohne ihr Schmerz zuzuführen. Zum Springturnier braucht sie mit ihrer Besitzerin auch nicht. Lieber reiten die beiden in den Wald, arbeiten auf dem Platz gemeinsam an der optimalen Haltung oder spielen Dualaktivierung. Abwechslung ist Trumpf. Und dass beide daran Spaß haben merkt man Ihnen deutlich an. Wir möchten weder Mensch noch Pferd missen.
Gina
Tinker Stute Gina 145 cm Stockmaß und ca 8 Jahre alt, steht seit dem Spätsommer in der Herde, aber es war eher ein nach Hause kommen und eine sehr große Freude, denn Gina ist die Mama von Artemis. Artus ist verliebt in seine Stute und legt sich mächtig ins Zeug für sie. Gina hat ein zurückhaltendes freundliches Wesen. Wie die Tochter ist auch sie sehr sensibel. In der Herde profitiert sie vom Rang ihrer Tochter. Die beiden sind unzertrennlich. Allein in der Herde versucht Gina sich gegen die Ponys zu beweisen, ist aber einfach zu lieb und die Kleinen lachen. Poldi und Pebbels bemuttert sie zuweilen. Sie bringt ebenfalls Mütterlichkeit in die Herde. Es wäre Sünde, sie je wieder von Missy und den anderen zu trennen. Als Reitpferd steht sie noch am Anfang ihrer Ausbildung. Sicher ist sie ein Dressurtalent, im Moment arbeiten wir mit ihr am Takt, der Geschwindigkeit und damit an der Balance. Da sie sehr jung tragend war, ist die Ausbildung zu kurz gekommen. Aber sie ist sehr brav im Umgang und sehr lernwillig. Auf Gina sitzt man gemütlich wie auf einem Sofa und es macht viel Freude ihr etwas beizubringen.
Straucür varhal genannt Puschel
Isländer Wallach Puschel ist 20 und man kann ihn gut als alten Haudegen bezeichnen. Typisch Isländer möchte er gern überall der Chef sein. Mit Artus gab es daher häufiger mal kleine Rangeleien. Die liebt er überhaupt. Er ist derjenige, der zu den Jungs geht und kleine Hengstspielchen anzettelt. Von alt und vernünftig keine Spur. Da wird mit den Ponys über die Weide gefetzt sich gegenseitig angestiegen, in die Beine oder Nase gebissen… ER zeigt den Kleinen wie man ganz groß rauskommt. Leider kommt er dabei auch manchmal nicht ungeschoren davon, wenn die Spiele zu heftig werden, gibt es hier und da ne Macke, aber ein schönes Pferd kann nichts entstellen und wer rastet der rostet und was mich nicht umbringt macht mich stark könnten seine Wahlsprüche sein. Dabei hat seine Besitzerin ihn zu uns gebracht, damit er nach einem erfüllten Turnierleben einen ruhigen schönen Lebensabend hat… Das mit der Ruhe, muß er noch lernen.. Puschel ist wie gesagt der alte Haudegen. Er hat in der Herde eine Sonderstellung. Alle respektieren ihn als Institution, als Helden und Legende. Für die Leithengstposition fehlt es ihm an Teamgeist und es scheint auch so als wolle er diese Position und die Verantwortung gar nicht haben. Wir hoffen, dass er es nun doch auch mal mit dem ruhigen Lebensabschnitt versucht. Da er in den letzen Monaten zwei blöde Verletzungen hatte und es ihm gut täte einen Gang zurück zuschalten, damit er uns als Held noch lange erhalten bleibt.
Paloma Stute
Deutsches Reitpony Paloma ist erst einige Monate bei uns sie ihren Platz in der Rangordnung vor Vera und nach Gina gefunden. Sie ist eine Persönlichkeit, die weiß was sie will. Das setzt sie auch schnurgerade durch. In der Herde verhält sie sich ruhig und abgeklärt. Sie ist mehr der Einzelgänger Typ, vielleicht hat sich auch einfach noch nicht der passende Kamerad für sie gefunden. Außerhalb der Herde wirkt sie manchmal unsicher und ein wenig hektisch. Als Reitpferd ist sie temperamentvoll, sie galoppiert mit ihrer Besitzerin gern durch den Wald. Wir freuen uns sie besser kennen zu lernen und zu beobachten wie sie sich entwickelt.
Mori Wallach?
Shetty ER ist doch einfach süß, oder? Doch er hat es faustdick hinter den Ohren. Äußerlich ist er klein, aber innen drinnen steckt mindestens ein Shirehorse mit 190cm Stockmaß. Ohne mit der Wimper zu zucken steigt er die großen Wallache an, läuft vor sie und droht mit der Hinterhand. Gockelt im Imponiergehabe über den Platz und schreit ich bin der Größte von den Kleinen. Eigentlich ganz Hengst. Nur lässt sich davon niemand wirklich beeindrucken. Wenn der mit dem Autoreifen den Reitplatz abzieht, fühlt er sich ganz wichtig. Und das ist er auch. Auch wenn er es nicht merkt, wir schmunzeln über ihn. ER ist doch süß!
Mausi Stute
Shetty Isi Mix Mausi ist 14 Jahre alt und mit dem Stockmaß von 120 cm ein tolles Pony. Sie ist sehr ruhig und wartet beim Futterverteilen brav bis sie dran ist. Ihr ist die Herde wichtig, auch wenn sie beim allgemeinen Spielen selten mitmacht, merkt man doch wie sie ihre Schläfchen in der Mittagssonne und im Kreis der Lieben genießt. Sie ist eher rangniedrig, weil sie auch immer wieder einmal von der Herde getrennt mit ihrer Freundin Pebbels allein auf einer Weide steht Als Reitpony ist sie lieb und umgänglich, wie alle Ponys hat sie aber auch immer mal den Schalk im Nacken und sorgt immer wieder mal für kleine Überraschungen beim Reiten. So wird es wenigstens nicht langweilig. Wir freuen uns wenn sie immer bei der Herde bleiben darf.
Pebbels Stute
Minishetty Es gibt wohl kaum etwas süßeres, als dieses kleine Pferd. Sie ist einfach bezaubernd und aus der Herde nicht weg zudenken. Auch wenn sie ihre eigenen Wege geht, unter den Zaun durch, und ihre liebste Beschäftigung das fressen ist. Merkt man dass etwas fehlt, wenn sie nicht da ist. Fast bei jedem anderen Pferd ist sie zum Essen eingeladen, wenn sie sich dann traut. Freundlich grunzend begrüßt sie jeden in der Herde. Pebbels kann alles… Treppen steigen, Menschen verzaubern, Schritt, Trab, Galopp, Kunststücke… wenn sie will. Wenn nicht, dann hat man Pech. Wir leiben diese kleine Geschöpf, das manchmal auf der Weide steht wie ein großer Champingnon.
Sixta Stute
Trakener Pinto Sixta kam erst vor wenigen Wochen zu uns, sie ist 20 Jahre und hat ein erfülltes turnierleben hinter sich. Vor einiger Zeit hatte sie einen schweren Weideunfall und dadurch ein verletztes Knie, so dass sie eigentlich nicht mehr reitbar ist. Auch war sie sehr abgemagert und in den ersten Tagen bei uns lag sie sehr viel. Teilweise war sie zu schwach um zu fressen. Ihr Fell war stumpf und sie hatte Hautprobleme. Wir bangten um ihr Leben. Zusammen mit ihrer Freundin Hawky stand bzw. lag sie in Sichtweite der Herde und musste erst einmal aufgepeppelt werden. Mit viel gutem Heu und vielen Reikibehandlungen haben wir sie wieder auf die Beine gestellt. Heute genießt sie es mit den anderen im Offenstall zu stehen und nutzt ausgiebig den Unterstand. Sie fängt an, sich gegen die anderen durchzusetzen und verteilt hier und da schon mal einen Pferdekuß. Das Leben hat sie wieder und wir wüschen uns, dass es auch noch lange so bleibt.